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03.09.2018 / Inland / Seite 2

»Dem Vorgehen der Polizei fehlt der Maßstab«

Berlin: Hausdurchsuchung wegen Beleidigung einer Senatssprecherin. Schriftstellerverband kritisiert Behörden. Ein Gespräch mit Michael Wildenhain

Jan Greve

Am 18. Juli wurde die Wohnung des Berliner Autors Hans-Joachim Lehmann durchsucht. Es geht um den Vorwurf der Beleidigung: Lehmann hatte ein Pamphlet verfasst, in dem er die Sprecherin des Berliner Senats, Claudia Sünder, scharf anging und ihr unterstellte, ihren Lebenslauf geschönt zu haben. Wie stellt sich der Fall für Sie dar?

Der Fall wurde ja in verschiedenen Medien aufgegriffen. In unserem Vorstand haben wir entschieden, darauf unbedingt reagieren zu müssen. Nach einem längeren Prozess der Abstimmung untereinander haben wir eine Mitteilung dazu veröffentlicht.

Einer Ihrer Hauptkritikpunkte betrifft die Beschlagnahme von Arbeitsmaterialien des Autors. Dabei geht es, wie zu lesen war, um Handy, Computer, Drucker, Festplatten, USB-Sticks. Lehmann könne nun seiner Arbeit nicht mehr nachgehen, so der Vorwurf. Wie bewerten Sie das Vorgehen der Polizei?

Zum einen kritisieren wir die Beschlagnahme der genannten Gegenstände. Für jemanden, der als Autor tätig...

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