Gegründet 1947 Freitag, 22. Februar 2019, Nr. 45
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01.09.2018 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Auf der Spur der Befreier

Wer heute Chemnitz sagt, darf von Umbenennungen und Denkmalsturm nicht schweigen

Arnold Schölzel

Seit 1947 gibt es im thüringischen Rudolstadt den »Platz der Opfer des Faschismus« und darauf ein Mahnmal. Auf Seite 5 (links unten) ist ein Relief abgebildet, das dazugehört. Wer im Internet nach dessen Geschichte forscht, erfährt dies: Der Platz steht unter Denkmalsschutz, und Vertreter der Stadt, der VVN oder der Partei Die Linke legen dort an Gedenktagen Blumen nieder. Wer das Denkmal gestaltete, lässt sich nicht herausfinden.

Suchergebnisse gibt es aus der Zeit nach 1990, z. B. eine Seite aus dem Buch von Stefan Aust und Dirk Laabs »Heimatschutz. Der Staat und die Mordserie des NSU«. Dort zitieren die Autoren aus einem Brief, den Uwe Mundlos geschrieben hat. Nach seinen Worten trafen sich am 1. September 1995, am Antikriegstag, Jugendliche, »um in Rudolstadt und Saalfeld irgendwelche Spinner, die dort der ›Opfer des Faschismus‹ gedenken wollten, zu stören«. Leider seien ...

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