01.09.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Bankrott in Zeitlupe

Flüssige Mittel in ukrainischer Staatskasse auf Rekordtief. Für IWF-Kredite wird die Bevölkerung geschröpft

Reinhard Lauterbach

Die liquiden Mittel in der ukrainischen Staatskasse sind Ende August auf ein Rekordtief gesunken. Nach Angaben des Finanzministeriums in Kiew betragen sie derzeit knapp zwei Milliarden Griwna – das sind umgerechnet etwa 65 Millionen Euro. Anders gesagt: 1,50 Euro pro Kopf der ukrainischen Bevölkerung, die offiziell 42 Millionen umfasst. Unter Abzug des Donbass mit seinen etwa drei Millionen Menschen, für die Kiew jede soziale Verantwortung zurückweist, sowie der geschätzten vier Millionen Arbeitsmigranten sind, es vielleicht etwas mehr. Die Stockungen bei der Auszahlung der Renten im Juli haben sich zwar im August nicht wiederholt, aber nur aufgrund einer extrem erhöhten Umlaufgeschwindigkeit der Mittel im Staatshaushalt. Wurde die Rente im laufenden Monat traditionell aus den Beiträgen des Vormonats bezahlt, so dass das Geld einen Monat lang auf dem Konto lag und den Eindruck von Liquidität erweckte, ist die Regierung inzwischen dazu übergegangen, die Be...

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