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30.08.2018 / Inland / Seite 4

Halbherzige Zeremonie

Übergabe von Gebeinen ermordeter Herero und Nama in Berliner Friedrichstadtkirche. Bundesregierung verweigert Entschädigung

Milan Nowak

Die Gebeine von Angehörigen der Völker der Herero und Nama, welche zwischen 1904 und 1908 dem Genozid durch deutsche Kolonialtruppen zum Opfer fielen, sollen nach Namibia zurückgebracht werden. Dazu fand am Mittwoch vormittag in der Berliner Friedrichstadtkirche eine Übergabe zwischen der Bundesregierung, der namibischen Regierung und einer Delegation der Herero und Nama statt. »Vergib uns unsere Schuld und schenke uns einen neuen Anfang«, betete Oberkirchenrat Volker Faigle. Derweil gab es vor der Kirche eine stille Mahnwache. Es wurden Schilder und Banner hochgehalten wie »Rückführung ohne Entschuldigung?«, »Entschädigung jetzt!«, »Nicht ohne uns über uns!« und »Gebt das Land der Ahnen zurück!«

Die Zeremonie fand unter der Leitung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Rates der Kirchen in Namibia (CCN) statt. Es wurde gebetet und das antikoloniale Befreiungslied »Senzeni Na?« (Was haben wir getan?) gesungen. Die Bischöfin Petra Bosse-...

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