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28.08.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

»Es ist ein banaler Entwurf«

In Berlin soll die St.-Hedwigs-Kathedrale grundlegend umgebaut werden. Damit droht ein einmaliges kulturelles Erbe verlorenzugehen. Ein Gespräch mit Hans Joachim Meyer

Marc Bebenroth

Hans Joachim Meyer (CDU) war letzter DDR-Minister für Bildung und Wissenschaft. Von 1990 bis 2002 war er sächsischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst. Außerdem war er von 1997 bis 2009 Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken

Sie haben in der DDR als Student an der Humboldt-Universität Berlin den Wiederaufbau der im Krieg zerstörten St.-Hedwigs-Kathedrale miterlebt. Was hat das Ihnen damals bedeutet?

Ich kenne den Innenraum der Hedwigs-Kathedrale seit der Wiedereinweihung 1963. Und das war ein starker Eindruck, denn die Gestaltung der Kirche war ganz im Sinne der liturgischen Erneuerung. Die des Innenraums folgt der Leitidee, dass die Kirche als Volk Gottes aufzufassen ist. Deshalb versammelt sich die Gemeinde um den Altar unter dem Vorsitz des Bischofs. Diesem Gedanken entsprach die architektonische Lösung Hans Schwipperts, von der ich damals sehr beeindruckt war.

Die Kathedrale soll vor allem im Inneren grundlegend umgebaut...

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