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27.08.2018 / Politisches Buch / Seite 15

Neues aus dem Kapitalozän

Die Autorin Luise Meier wirft mit Marx einen Blick auf das Leben in Zeiten von Selbstoptimierung und Digitalität

Erik Zielke

Bereits der erste Blick auf »MRX Maschine« macht neugierig. Im Klappentext wird die Autorin vorgestellt: Luise Meier, »geboren 1985 in Ostberlin«, »arbeitet als freie Autorin und Servicekraft«. Nicht allzu häufig kommt es vor, dass in den achtziger Jahren Geborene die Herkunft aus dem untergegangenen Staat DDR hervorheben. Das lässt vielleicht schon auf das historische Bewusstsein schließen, das sie in ihrem Buch dann unter Beweis stellt. Die eigene Tätigkeitsbeschreibung wiederum verdeutlicht, dass Meier nicht nur klarsichtige Beobachterin der Arbeitswelt ist, sondern sich auch über den eigenen Platz im real existierenden Neoliberalismus sehr wohl im klaren ist.

In ihrem als Manifest bezeichneten Text begibt sich Meier, erfreulich genug, auf die Spur des Proletariats. Will sich kaum jemand noch der Arbeiterklasse zurechnen, gelingt ihr ein interessanter Vorstoß: Ist nicht in Zeiten ständiger Selbstoptimierung, der steten Arbeit an sich selbst, das Pro...

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