25.08.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Friedenssicherung mit Forschungssatelliten

Weltraumerkundung der DDR diente auch der militärischen Aufklärung

Frank Schumann

Damals, in der Mitte der 1970er Jahre, elektrisierte Raumfahrt unverändert, auch wenn schon lange keine Sonderausgaben von DDR-Zeitungen wie weiland im Jahrzehnt zuvor jeden erfolgreichen Flug sowjetischer Kosmonauten mehr feierten. Inzwischen hatte auch in der Weltraumforschung Routine Einzug gehalten. Die Junge Welt (und andere DDR-Blätter) vermeldeten etwa die fast im Wochentakt ins All geschossenen sowjetischen Satelliten der »Kosmos«-Reihe nur noch als Dreizeiler auf der Nachrichtenseite. Bei der Übergabe 18 Uhr, wenn im Zimmer des Chefredakteurs der B-Dienst die liegengebliebenen ADN-Meldungen für die Berlin-Ausgabe über den Tisch geschoben bekam, wies der A-Chef mit Nachdruck darauf hin: »Kosmos«-Meldung – drucken!

»Kosmos« hießen unbenannte Forschungssatelliten. Der mit der Nummer eins war 1962 gestartet worden, 15 Jahre später hatte man die 1.000 längst überschritten (2015 war man bei 2.500). Jeder wusste, dass damit nicht nur Naturressourcen, da...

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