Gegründet 1947 Montag, 14. Oktober 2019, Nr. 238
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25.08.2018 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Nur eine Stadt in Amerika

Beobachtungen auf dem Weg nach Denver, Colorado.

Maximilian Schäffer

Wenn man, wie viele, von Südwesten kommt, hat man wahrscheinlich den Grand Canyon besucht. Nahe dem Studentenstädtchen Flagstaff, Arizona, ist die längste aller amerikanischen Schluchten zu erreichen, die wie keine andere für ihr Land steht. Die unendlichen Tiefen, in die man dort fallen kann, betrachtet man am besten vom Rand aus, den gepflasterte Gehwege mit Geländern säumen. Unten schlägelt sich der Colorado River um Klapperschlangen und unwegsames Terrain. Gefährlich und schön ist es dort, und nur die wenigsten der jährlich fünf Millionen Besucher wagen sich hinab.

Wie tief man in den USA fallen kann, wird deutlich, wenn man anschließend durch das Reservat der Navajo reist. Ein Volk, das das spanische »ch« in der Aussprache ihrer Fremdbezeichnung abgeschafft hat, vielleicht um etwas Abstand zu ihren Völkermördern zu gewinnen. Die Tankstellen sind uralt und verdreckt, genauso wie die Highways, auf denen Tierkadaver zwischen Plastikmüll dahinrotten. Es ...

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