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24.08.2018 / Ansichten / Seite 8

In Fahrt gekommen

Der Pegida-Pöbler vom Kriminalamt

Arnold Schölzel

Die groteske Figur, die in Dresden am 16. August Journalisten anpöbelte, verkörpert nicht nur das »gesunde Volks-«, sondern das sächsische Staatsempfinden. Der Angestellte des Landeskriminalamts fühlte sich bei seinem bizarren Auftritt zu Recht sicher. Die Polizisten, die auf seine Initiative hin die Reporter eine dreiviertel Stunde festhielten, ebenso. In Sachsen steht der Staatsfeind mehr als in anderen Bundesländern, abgesehen von Bayern, politisch links und da, wo sich einer auf Grundgesetz oder Rechtsvorschriften beruft. Folglich darf kein Landesvertreter oder -bediensteter bei so etwas pingelig sein.

Das dort geltende Staatsempfinden, das an die Stelle des geschriebenen Rechts tritt, »fühlt« zudem, dass Menschen, die von der Polizei offenkundig schikanös, wenn nicht unrechtmäßig behandelt werden, Täter oder zumindest selbst schuld sind. Der Ministerpräsident Sachsens, Michael Kretschmer (CDU), warnt daher folgerichtig vor Vorurteilen gegenüber der P...

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