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23.08.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 2

»Raubbau an Renten wird fortgesetzt«

Nach Vorschlag des Finanzministers: Kritik an sozialdemokratischer Nebelkerze und Forderung nach höherem Rentenniveau. Gespräch mit Reiner Heyse

Ralf Wurzbacher

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will die gesetzliche Altersvorsorge »zukunftssicher« machen. Das Rentenniveau solle nicht nur bis 2025 auf 48 Prozent stabilisiert werden, sondern bis zum Jahr 2040. Wie dankbar sind Sie dem sozialdemokratischen Vizekanzler?

Ich werde mich sicher nicht dafür bedanken, dass der seit 30 Jahren betriebene Raubbau an den Renten für weitere 20 Jahre fortgesetzt wird. Wer etwas gegen Altersarmut unternehmen will, muss die Altersbezüge erhöhen und darf sie nicht auf diesem kläglichen Niveau von 48 Prozent stabilisieren.

Immerhin will Scholz wenigstens das. Die Union dagegen verteufelt seinen Vorstoß, wohl weil ihren Politikern 48 Prozent noch zu viel sind.

Herr Scholz glaubt doch nicht wirklich, heute Beschlüsse für 2040 treffen zu können. Das Ganze ist nur ein trauriger Versuch, den weiteren Niedergang der SPD zu stoppen. Wer heute nichts ändern will, der redet über die ferne Zukunft. Dazu kommt noch, dass diese Zahl von 48 Proz...

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