22.08.2018 / Antifa / Seite 15

Bewährung für NSU-Fankult

Gericht verurteilt »Pegida«-Lokalchef wegen Billigung von Straftaten und der Forderung, München müsse wieder »Hauptstadt der Bewegung« werden

Sebastian Lipp

Das Amtsgericht München hat bereits Anfang August den Frontmann von »Pegida München«, Heinz Meyer, wegen Billigung von Straftaten und Verstößen gegen Versammlungsauflagen zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten verurteilt. Das Gericht gab dies jedoch erst vergangene Woche auf Anfrage des Internetportals Blick nach rechts bekannt. Zwar kommt Meyer auf Bewährung davon, allerdings droht ihm bei weiteren Verstößen ein Bewährungswiderruf.

»Von jetzt ab, da ist eines klar: Paulchen jagt bald Antifa«, hatte »Pegida München« am 3. November 2017 auf eine Videoleinwand vor dem Münchner Gewerkschaftshaus projiziert, während dort ein antifaschistischer Kongress stattfand. Dessen Teilnehmer sahen sich offen bedroht, denn der Bezug zum »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU) drängte sich unmittelbar auf: Das Terrornetzwerk hatte die Comicfigur »Paulchen Panther« im Bekennervideo zu seiner bundesweiten Mord- und Anschlagsserie verwendet.

An anderer Stelle hieß es i...

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