20.08.2018 / Thema / Seite 12

Krieg ohne Sieger

Vor 30 Jahren endete die bewaffnete Konfrontation zwischen Irak und Iran. Die Auseinandersetzung forderte bis zu einer Million Tote

Knut Mellenthin

Am 20. August 1988 trat zwischen Irak und Iran ein von der UNO vermittelter und überwachter Waffenstillstand in Kraft. Vorausgegangen war ein Krieg, der praktisch ohne Unterbrechungen sieben Jahre, zehn Monate, vier Wochen und einen Tag gedauert hatte. Es war bei weitem der längste und schlimmste Krieg, der jemals zwischen zwei Staaten der sogenannten dritten Welt geführt wurde.

Wie viele Menschen bei dieser militärischen Konfrontation getötet oder – oft mit schweren Folgen für ihr ganzes weiteres Leben – verletzt wurden, wird wohl nie auch nur annähernd genau zu ermitteln sein. Beide Seiten spielten aus propagandistischen Erwägungen die eigenen Verluste herunter und übertrieben die der feindlichen Seite. Dass der Iran aufgrund seiner waffentechnischen Unterlegenheit erheblich mehr Menschen verlor als der Irak, scheint gesichert. Allein die Gesamtzahl der Toten beider Seiten wird auf zwischen 500.000 und einer Million geschätzt. Überwiegend handelte es si...

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