18.08.2018 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Lebensqualität muss in den Mittelpunkt unseres Daseins«

Gespräch mit Ingo Froböse. Über Menschen, die ihren Hintern nicht hochkriegen, ein Gesundheitssystem, das Krankheit fördert, und den Verlust der Körperlichkeit

Ralf Wurzbacher

Sie waren federführend an der Erstellung des Gesundheitsreports »Wie gesund lebt Deutschland?« der Deutschen Krankenversicherung AG, DKV, beteiligt (siehe jW-Bericht vom 1.8.2018). Als Sie die neueste Ausgabe Ende Juli vor Pressevertretern in Berlin vorstellten, sagten Sie Sätze wie diesen: »Keiner scheint ein grundsätzliches Interesse daran zu haben, dass wir gesund bleiben. Geld verdient man nun mal mit Krankheiten.« Oder diesen: »Man hat es geschafft, uns mit Nebensächlichkeiten zu fesseln und uns dadurch ökonomisch auszunutzen.« Das klingt arg verschwörerisch, so als machten uns böse Mächte gezielt krank und faul, um aus unserer Krank- und Faulheit Kapital zu schlagen. Wollen Sie das so stehenlassen?

Auf jeden Fall, allein deshalb, weil ich glaube, dass Provokation der beste Weg ist, etwas zu bewirken. Aber auch in der Sache ist an meiner Zuspitzung viel Wahres dran. Unser Gesundheitswesen ist vom Grundsatz her so ausgerichtet, dass es erst eingreift,...

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