16.08.2018 / Feuilleton / Seite 11

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Benjamin von Stuckrad-Barres Debütroman »Soloalbum« wird nach zwanzig Jahren neu aufgelegt, im »weißen Jeanseinband«. Eine notwendige Relektüre

Frank Schäfer

Katharina ist weg. Und der junge Musikkritiker und Ich-Erzähler, der genug hat vom Schweinejournalismus und bei einer Plattenfirma anfängt und später bei einer Agentur, wie der Autor ja auch, kommt nicht so recht über sie hinweg. Erst im Verlust zeigt sich, wie immer, der wahre Wert – und so braucht es eine ganze Menge Kompensation, um halbwegs bei Sinnen zu bleiben. Rausch in unterschiedlicher Form – selbstredend wird in so einem Szenebuch wie Benjamin von Stuckrad-Barres 1998 erschienenem Debütroman »Soloalbum« auch eine ganze Menge Marschierpulver weggeschnuppert –, eine fulminante Hasslatte auf die Welt, die eine oder andere Küsserei und vor allem Pop halten den Mann in Bewegung. Blur, Pulp und Oasis, immer wieder Oasis. Ohne diese Band, deren Songs auch die Überschriften der einzelnen Kapitel liefern – ohne dass dies literarisch irgend etwas zu sagen hätte –, wäre für den Protagonisten das Leben nach Katharina gar nicht zu ertragen. So immerhin macht...

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