16.08.2018 / Feuilleton / Seite 10

Wechseljahre in Napoli

Immerhin Lust auf Grappa: Ferzan Ozpeteks Möchtegern-Thriller »Das Geheimnis von Neapel«

Maximilian Schäffer

Die Neapolitaner gelten als das merkwürdigste, geheimnisvollste Völkchen unter den Italienern. Viele sprechen ihnen große Leidenschaft und Traditionsverbundenheit zu, andere nenen es Cholerik und Ewiggestrigkeit. In Süditalien, Kampanien, neben dem Vesuv und am Thyrrenischem Meer liegt die drittgrößte Stadt Italiens. Napoli ist die Hauptstadt der Pizza, der Mafia und des Mülls – laut, schmutzig und ein bisschen gefährlich. Ferzan Ozpetek liebt solche romantisch-wilden Metropolen, wie der türkisch-italienische Regisseur bereits 1997 in seinem hochdekorierten Film »Hamam – Das türkische Bad« bewies. Damals Istanbul und die Liebe, heute »Das Geheimnis von Neapel« (Originaltitel: »Napoli Velata«), was nicht nur Titel, sondern auch Gegenstand seines neusten Films ist. Voll im Leben steht Protagonistin Adriana (Giovanna Mezzogiorno), erfolgreiche Gerichtsmedizinerin, Mitte 40. Eine starke Frau, möchte man vermuten – doch nicht ohne Schwächen, denn Adriana ist e...

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