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16.08.2018 / Inland / Seite 8

»Helpling gibt uns keinen Vertrag«

Reinigungskraft-Vermittler setzt auf prekäre Arbeit. Gespräch mit María Jesús Gormaz

Eleonora Roldán Mendívil

Wann haben Sie angefangen, über die Plattform »Helpling« als Reinigungskraft zu arbeiten?

Im Dezember 2016. Ich war einen Monat zuvor in Berlin angekommen, und mein Geld ging zur Neige. Putzen war der schnellste Weg, Arbeit zu finden – vor allem da ich kein Deutsch spreche. Mir wurde die Firma über eine chilenische Freundin empfohlen, die dort bereits Aufträge bekommen hatte. Sie erzählte mir, wie einfach das sei. Für mich war es die einzige Möglichkeit, Kunden zu generieren, ohne jemanden in Berlin zu kennen.

»Helpling« wirbt damit, dass alle vermittelten Reinigungskräfte einen guten Lohn bekommen und sozial- und krankenversichert seien. Wie sehen die Arbeitsbedingungen konkret aus?

Ich musste mich bloß über ihre Website bewerben. Dann riefen sie mich an, um darüber zu sprechen, wie die Reinigung funktioniert. Der Rest erfolgte über einen Whats-App-Chat. Zuerst musste ich mich beim Finanzamt melden, um freiberuflich arbeiten zu können, denn das is...

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