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16.08.2018 / Ausland / Seite 7

Katastrophe mit Ansage

In Italien wird nach Brückeneinsturz in Genua mit mindestens 39 Todesopfern über die Ursachen des Unglücks diskutiert

Gerhard Feldbauer

Der Einsturz einer vierspurigen Brücke der Autobahn »A 10« bei der Hafenstadt Genua hat am Mittwoch die italienische Presse dominiert. Am Dienstag, kurz vor 11.30 Uhr, war das vom Konzern »Autostrada per Italia« betriebene Bauwerk auseinandergebrochen. Die Katastrophe ereignete sich während eines schweren Unwetters. Zeugen berichteten, dass ein Blitz eingeschlagen sei. Experten schließen jedoch aus, dass das den Einsturz ausgelöst haben könnte.

Die Nachrichtenagentur ANSA führte »strukturelles Versagen« als Grund des Unglücks an. Das Bauwerk aus den 60er Jahren habe sich in einem »maroden« Zustand befunden. Die römische Zeitung La Repubblica erwähnte eine bereits 2009 verfasste Expertenstudie, in der eine »Abbruchhypothese« untersucht worden sei. Es sei darauf verwiesen worden, dass sich der Verkehr über die »Ponte Morandi« in den zurückliegenden 30 Jahren vervierfacht habe und auf 25,5 Millionen Überfahrten pro Jahr angewachsen sei.

Auf dem Brückenabschn...

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