15.08.2018 / Ausland / Seite 7

Täter zum Opfer gemacht

Contra-Gruppen solidarisieren sich mit Systemgegner in Kuba nach dessen Autoattacke auf Beamten

Volker Hermsdorf

Der Systemgegner José Daniel Ferrer sitzt in Santiago de Cuba in Untersuchungshaft, nachdem er bei einer Fahrt ohne Führerschein einen Beamten des Innenministeriums verletzt hatte und anschließend Fahrerflucht beging. Während derartige Vergehen in jedem Land der Welt als Straftaten gelten, werden sie im Fall Ferrers von kubafeindlichen Medien banalisiert. Die US-Regierung und Miamis rechte Contra-Gemeinde bauschen den Fall als Beleg für die Verfolgung politischer Gegner auf und haben mit Unterstützung von Amnesty International eine internationale Kampagne gestartet.

Wie aus einem Bericht der Staatsanwaltschaft vom 9. August hervorgeht, hatte der 48jährige Ferrer am Nachmittag des 3. August mit dem blauen Moskwitsch seines Freundes Ebert Hidalgo Cruz, der auf dem Beifahrersitz saß, nach eigener Darstellung »Autofahren geübt«. Obwohl Ferrer keine Fahrerlaubnis besitzt, nutzte er für seine »Übungen« die öffentliche Straße Calle A in der bei Santiago de Cuba ...

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