14.08.2018 / Ausland / Seite 6

Rechtsruck in Jakarta

Indonesiens Präsident Jokowi will 2019 erneut antreten. Bündnis mit konservativ-religiösen Kräften

Thomas Berger

Indonesiens Präsident Joko »Jokowi« Widodo wird im nächsten Jahr für eine weitere Amtszeit kandidieren. Klar ist auch schon, dass sein wichtigster Gegenkandidat erneut Prabowo Subianto heißen wird, gegen den er sich 2014 mit gut 53 Prozent der Stimmen durchgesetzt hatte. Vieles deutet auf ein deutlicheres Ergebnis für Widodo hin. Damit geht ein »Rechtsruck« einher. Denn als »running mate«, also künftigen Vizepräsidenten, hat sich das Staatsoberhaupt für den Kleriker Maruf Amin entschieden. Der 75jährige steht dem Indonesian Ulema Council (MUI) vor, dem Rat der islamischen Gemeinschaft. Außerdem ist er prominentes Mitglied der Nadhlatul Ulema (NU), der größten muslimischen Massenorganisation des südostasiatischen Inselstaates.

Maruf, der früher auch für religiöse Parteien im Parlament saß, ist zwar kein Eiferer. Allerdings wird ihm von »Human Rights Watch« (HRW) vorgehalten, für die zunehmende Intoleranz im Lande mitverantwortlich zu sein. Die Entscheidung...

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