13.08.2018 / Inland / Seite 8

»Geht nicht um Drogen, sondern um ihre Verkäufer«

Rassistische Polizeikontrollen auf St. Pauli: Hamburger Initiative kritisiert Strategie der Einsatzkräfte. Gespräch mit Arne Liebig

Kristian Stemmler

Seit Wochen greift die Polizei in der Hafenstraße in Hamburg-St. Pauli mit ihrer »Taskforce Drogen« hart durch. Was ist das für eine Einheit?

Offiziell wurde sie im Frühjahr 2016 von der Hamburger Polizei mit dem Ziel aufgestellt, das Dealen in St. Georg, im Schanzenviertel und auf St. Pauli zu unterbinden.

Die »Taskforce Drogen« hat auf St. Pauli den Auftrag, gegen die sichtbare Drogenkriminalität an sogenannten gefährlichen Orten vorzugehen. Dabei ist allen, die im Partyviertel St. Pauli leben, klar, dass seit mehr als 30 Jahren an der Balduintreppe gedealt wird. Es geht also nicht um Drogen, sondern um die Menschen, die sie möglicherweise verkaufen, und darum, eine bestimmte Personengruppe aus dem Straßenbild zu entfernen.

Menschen mit schwarzer Hautfarbe?

Klar. Die Polizei übt hier eindeutig das verbotene »Racial Profiling« aus, also Kontrollen aufgrund von äußeren Merkmalen wie der Hautfarbe.

Wie ist aktuell die Lage?

Fast täglich werden hier Mensche...

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