13.08.2018 / Ausland / Seite 7

Kampf gegen die Invasoren

Türkei will besetzte Gebiete Nordsyriens in eigenen Machtbereich eingliedern. Lokale Milizen schwächen Ankara durch Strategie der Nadelstiche

Peter Schaber

Seit Mitte März steht der im Nordwesten Syriens gelegene, mehrheitlich von Kurden bewohnte Kanton Afrin unter türkischer Besatzung. Zusammen mit islamistischen Terrorgruppen kontrollieren die Streitkräfte Ankaras das Gebiet, Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen sind an der Tagesordnung. Die Türkei hat dabei offenbar nicht vor, aus Afrin wieder abzuziehen: Plätze werden nach dem türkischen Autokraten Recep Tayyip Erdogan benannt, die vormalige lokale Selbstverwaltung durch eine Regierung von Ankaras Gnaden ersetzt.

Der Krieg, den kurdische und arabische Milizen zur Verteidigung gegen den Angriff der Türkei führten, ist nach dem Fall der Kantonshauptstadt Afrin weitgehend aus der medialen Berichterstattung verschwunden – und doch geht er in veränderter Form weiter. Verschiedene Gruppierungen führen Attentate auf Kommandanten dschihadistischer Milizen und Anschläge auf Einrichtungen des türkischen Militärs sowie von deren Verbündeten durch. »Die S...

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