11.08.2018 / Geschichte / Seite 15

Namenlose Konten

Vor 20 Jahren einigten sich Schweizer Banken und der Jüdische Weltkongress über den Umgang mit Bankguthaben von Naziopfern

Knut Mellenthin

Am 12. August 1998 fand ein dreijähriger Rechtsstreit zwischen dem Jüdischen Weltkongress und den Schweizer Banken Credit Suisse und UBS ein Ende. Die Geldinstitute verpflichteten sich, 1,25 Milliarden US-Dollar an Opfer des Holocaust oder deren Erben zu zahlen. Unterzeichnet wurde das »Settlement Agreement« am 26. Januar 1999, endgültig in Kraft trat der Vergleich erst im März 1999, nachdem 17 internationale jüdische Organisationen ihm zugestimmt hatten. Mit der Vereinbarung erlangten die Banken, Geschäftsunternehmen und Regierungsbehörden der Schweiz Rechtssicherheit bezüglich künftiger Ansprüche auf das Eigentum ermordeter oder ins Exil getriebener jüdischer Familien.

Die Verhandlungen waren 1995 durch eine Klage in Gang gekommen, die der World Jewish Congress (WJC) bei einem Gericht in New York eingereicht hatte. Der Weltkongress mit Sitz in der Stadt am Hudson River repräsentiert nach eigenen Angaben »jüdische Gemeinden und Organisationen in 100 Länd...

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