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13.08.2018 / Feuilleton / Seite 11

Ran an die Zündschnur

Neues von der Rückseite des Mondes: Dimmu Borgir lärmen mittlerweile zivil

Hagen Bonn

Was Genres sind, wissen die nordischen Götter der Schwarzen Krachkunst (Black Metal) Dimmu Borgir schon lange nicht mehr. Einst als Hassbatzen der Waldfraktion norwegischer Gitarrenwut verehrt, bewundert und – Teufel sei Dank – nur kurzzeitig und zu Unrecht als rechtslastig verdächtig, haben sie dem Sinfonieorchester mittlerweile einen Stammplatz in der Mannschaft zugewiesen. Klassik und Metal zusammen ist natürlich nicht neu und einen Innovationspreis gewinnen Dimmu Borgir mit ihrer neuen Scheibe »Eonian« sicher nicht, aber wie Kompositionskraft und Klangfetisch aussehen können, führen uns die Jungs schwarzbelichtet und souverän liebäugelnd vor. Was hier aufgeführt wird, ist ein musikalischer Überlauf. Hier wird nicht getröpfelt, hier werden Weltmeere in die Gehörgange gespült! Oder anders...

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