11.08.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Imperialisten zweiter Klasse

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Seit vergangenem Montag sind Sanktionen der USA gegen den Iran wieder in Kraft. Donald Trump versteht es wenigstens, sich knapp auszudrücken und erklärte ihre Wirkungsweise präzise mit der Twitter-Mitteilung »Jeder, der Geschäfte mit dem Iran macht, wird keine in den USA machen.« Und tatsächlich: Schon weit vor dem Inkrafttreten dieser Sanktionen und weiterer, die erst drei Monate später, am 4. November wirksam werden, posaunten reihenweise europäische Konzerne in die Öffentlichkeit, dass sie auf jegliches schon angebahntes oder erst geplantes Geschäft mit dem Iran verzichten würden. So sind die Kapitalisten und ihre gut bezahlten Manager nun einmal. Das große Geschäft ist ihnen wichtiger als das kleine. Der Export deutscher Unternehmen in den Iran machte im vergangenen Jahr keine vier Prozent dessen aus, was die deutschen Kapitalisten in die Vereinigten Staaten ausführen. Und dass die US-Regierung es ernst meint, hat sie mehrfa...

Artikel-Länge: 2916 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe