11.08.2018 / Ausland / Seite 6

Wahl im Schatten des Krieges

Die Menschen in Mali entscheiden am Sonntag, ob Präsident Keita im Amt bleibt

Gerrit Hoekman

Die Stichwahl um das Präsidentenamt in Mali zwischen Amtsinhaber Ibrahim Boubacar Keita und Herausforderer Soumaila Cissé findet am Sonntag wie geplant statt. Das hat das Verfassungsgericht in der Hauptstadt Bamako am Mittwoch entschieden. Es verwarf damit Einsprüche von mehreren Oppositionskandidaten, die das Ergebnis der erste Runde vom 29. Juli angezweifelt hatten.

Beide Politiker standen sich bereits 2013 in der Stichwahl gegenüber. Damals gewann Keita, den in Mali alle nur IBK rufen, deutlich mit 77 Prozent der Stimmen. Es deutet wenig darauf hin, dass es diesmal für Cissé besser laufen könnte, auch wenn sich der 68jährige optimistisch gibt. 22 Kandidaten sind in der ersten Runde gescheitert, und Cisse hofft, dass ein Großteil von deren Anhängern nun für ihn stimmen wird. 17 Ausgeschiedene hätten bereits ihre Unterstützung zugesichert, so ein Sprecher von Cissé laut dem Sender Al-Dschasira.

Auch nach dem Richterspruch von Mittwoch bleibt Cissé bei s...

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