11.08.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Sammlungsbewegung mit diffusen Zielen

Die »alternative Rechte« in den USA bildet keine definierbare gemeinsame Strömung

Knut Mellenthin

In Zusammenhang mit dem Neonazi-Treffen in Charlottesville am 12. August 2017 war oft von der »Alt-Right« die Rede. Die Kurzbezeichnung steht für den Kunstbegriff einer »alternativen Rechten«. Nach vorherrschendem Verständnis soll damit der Gegensatz zu anderen rechten Gruppen wie den spöttisch »Paläokonservative« genannten Traditionalisten und den »Neokonservativen« hervorgehoben werden. Von diesen beiden Strömungen unterscheiden sich die Gruppen der »Alt-Right« im allgemeinen durch verbalradikale Abgrenzung vom »Establishment« und Ablehnung oder Skepsis gegenüber Militäroperationen im Ausland, besonders wenn diese »humanitär« begründet werden.

Der Begriff »Alt-Right« wurde angeblich erstmals im Jahre 2008 von dem als »Paläokonservativen« geltenden Politikwissenschaftler Paul Gottfried benutzt. 2010 oder 2011 machte sich Richard B. Spencer, ein führender Vertreter des »weißen Suprematismus« – der Ideologie von der Überlegenheit der »weißen Rasse« – diese...

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