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10.08.2018 / Feuilleton / Seite 11

Die Spur der Flossensuppe

So groß das Maul, so zart ist hier die Liebe zwischen China und den USA: »Meg«, der Haifilm zur Badesaison

Peer Schmitt

Darf eine Badesaison vorübergehen, ohne dass mindestens ein gewaltig absurder Haifilm in die Kinos gekommen ist? Natürlich nicht. Das Haifilmgenre ist uns viel zu gut und teuer. In seiner reichen Geschichte hat es wahrlich schon so einiges gegeben: Haie, die aus wirbelnden Sandstürmen vom Himmel fallen; Haie, die am Horizont mit Riesenkraken kämpfen; Haie, die sich aus unerfindlichen Gründen in einen ansonsten harmlosen Baggersee verirrt haben; Haie, die Flugzeuge fressen und Atom-U-Boote, sozusagen alles, was verdaulich ist und noch weit darüber hinaus.

Eine Regel ist dabei unhintergehbar: Auf die Größe kommt es an. Hat man erst einmal einen Hai am Haken, wird ein noch größerer und gewaltigerer nicht auf sich warten lassen. Die Größe des Hais scheint in unverschämt direkter Weise mit der Höhe der Profiterwartungen der Produktionsfirmen in Zusammenhang zu stehen.

Ein verlässlicher Index der Größe des Hais ist naheliegenderweise die Größe des Mauls. Es ist...

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