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09.08.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Gehen, um zu bleiben

Amsterdamer Bierkonzern Heineken tritt in China Brauereien ab, plant aber auch Beteiligung an dortigem Konkurrenten

Gerrit Hoekman

Bier aus China trinken Niederländer erst, wenn die ganze Nordsee trockenfällt. Deshalb liegt es wohl nicht an der derzeitigen unendlich langen Hitzewelle, dass sich Heineken mit 40 Prozent am Konkurrenten China Resources Beer (CR Beer) aus Hongkong beteiligen will. Die Brauerei aus Amsterdam möchte vielmehr endlich auf dem riesigen chinesischen Biermarkt Fuß fassen.

Im Prinzip geht es um ein Tauschgeschäft: Die Niederländer treten ihre drei Brauereien in China an CR Beer ab, das in Zukunft die Marken Heineken und Amstel in Lizenz herstellen und verkaufen wird. Dafür erhält Heineken die übliche Gebühr. Gleichzeitig kaufen sich die Niederländer für 2,7 Milliarden Euro beim Mutterkonzern China Resources ein. »Heineken verlässt China, bleibt aber auch ein bisschen«, lästerte die niederländische Tageszeitung Trouw am vergangenen Freitag.

Auf der anderen Seite erwirbt CR Beer auch 0,9 Prozent an Heineken. Dies geschieht, »um die strategische Allianz zu unterstr...

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