09.08.2018 / Inland / Seite 5

Bahnchaos in Sachsen

Zugausfälle wegen Personalmangels: Auftraggeber wollen rechtlich gegen Betreiber der Mitteldeutschen Regiobahn vorgehen

Susan Bonath

Es ist ein heißer Junitag. Auf Bahnsteig 13 des Hauptbahnhofs von Halle an der Saale drängt sich eine riesige Menschentraube. Ungläubige Blicke, als die S-Bahn 5 in Richtung Zwickau einfährt: »Da passen wir doch nie alle rein«, ruft eine Frau. Irgendwie geht es dann doch. Jeder Sitz wird belegt, für die Stehenden im Gang ist es unmöglich umzufallen. Nur zwei junge Männer müssen draußen bleiben. Ihre Fahrräder haben keinen Platz mehr. An der Station Leipzig-Messe geht dann gar nichts mehr. Eine Gruppe Kinder und mehrere Passagiere müssen draußen bleiben und auf die nächste Bahn in einer halben Stunde warten. »Das ist hier Alltag«, sagt ein Mitreisender resigniert. Die neben ihm sitzende Frau nickt: »Die Züge sind ständig überfüllt oder fallen aus.«

Es gebe zu wenig Fahrzeuge bei der Deutsche-Bahn-Tochter S-Bahn Mitteldeutschland, viele seien kaputt oder müssten wegen Verschmutzung aus dem Verkehr gezogen werden, räumte damals Bahnsprecher Holger Auferkamp ...

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