08.08.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Konzerne knicken ein

Siemens, BASF, Total, PSA und jetzt auch Daimler geben Geschäft in Iran auf. Russische und chinesische Firmen weiten Engagement aus

Jörg Kronauer

Der nächste, bitte: Am Dienstag hat auch Daimler mitgeteilt, man habe die »ohnehin eingeschränkten« Geschäfte mit Iran »bis auf weiteres eingestellt«. Der Stuttgarter Konzern folgt damit zahlreichen Unternehmen aus Deutschland und weiteren EU-Staaten, die ihre Aktivitäten dort wegen der seit Montag erneut geltenden US-Sanktionen auf Eis gelegt haben oder dies in Kürze tun wollen: Siemens, BASF, Total, PSA und laut einer Ankündigung aus der vergangenen Woche auch der Sportartikelhersteller Adidas. Niemand will Nachteile auf dem US-Markt riskieren, die allen drohen, die weiterhin in Iran Geld verdienen.

US-Geschäft lukrativer

»Jeder, der mit Iran Geschäfte macht, wird keine Geschäfte mit den Vereinigten Staaten machen«, teilte US-Präsident Donald Trump am Montag via Twitter mit. In den USA aber erzielen vor allem deutsche Firmen Rekordprofite. Im vergangenen Jahr verkauften sie dort Waren im Wert von über 111 Milliarden Euro, mehr als in jedem anderen Land,...

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