08.08.2018 / Ausland / Seite 7

Recht auf Rückkehr bedroht

USA wollen Palästinensern den Flüchtlingsstatus aberkennen. Gelder für UN-Hilfswerk drastisch gekürzt

Gerrit Hoekman

Seit Dezember 1949 kümmert sich die UNRWA im Auftrag der Vereinten Nationen um die Palästinenser, die durch Israels Staatsgründung und den Sechstagekrieg 1967 ihre Heimat verloren haben. Mehr als fünf Millionen Menschen sind bei der UNRWA als Flüchtlinge registriert. Die USA wollen dem Hilfswerk nun offenbar an den Kragen, wie die Zeitschrift Foreign Policy am Freitag berichtete.

Federführend soll dabei Jared Kushner sein, der Chefberater und Schwiegersohn des US-Präsidenten Donald Trump. Foreign Policy liegen nach eigenen Angaben interne E-Mails vor, in denen Kushner die Zerschlagung des UN-Hilfswerks fordert. »Es ist wichtig, einen ernsthaften Versuch zu starten, die UNRWA zu sprengen«, schrieb er bereits im Januar unter anderem an Jason Greenblatt, dem von Trump eingesetzten Chefunterhändler im Nahen Osten. Die UNRWA würde den Status quo aufrechterhalten, so Kushner. »Sie ist korrupt, ineffizient und fördert nicht den Frieden.«

Die Lösung des Palästina...

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