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07.08.2018 / Feuilleton / Seite 11

Dein Spiel will mir nit mehr gefallen

Mit ihrem »Jedermann« verweigern sich die Salzburger Festspiele der gesellschaftlichen Realität

Dieter Braeg

Schon vor der feierlichen Eröffnung der diesjährigen Salzburger Festspiele gab es die neue »Jedermann«-Premiere. Der Wettergott strafte Regisseur Michael Stur­minger auch im zweiten Jahre seiner Inszenierung mit Regen. Also wurden die in die Jahre gekommenen Knittelverse Hugo von Hoffmannsthals statt auf dem Domplatz im Großen Festspielhaus gegeben, aber das machte nichts – das Stück hat Wanderzirkusqualität.

Tobias Moretti als Jedermann, gesponsert wie die gesamten Festspiele von Nestlé, Audi und Siemens, bleibt, wie der Regisseur, bei den bewährten Vorgaben, die den Ausverkauf der Sitzplätze garantieren und nicht an der Gesellschaftsordnung kratzen. Gründlich hat Sturminger die Vorjahresversion überarbeitet. »Unsere Inszenierung zielt auf eine zeitgenössische Lesart«, erklärt er. »Wir holen die Menschen in der Gegenwart ab und versuchen, sie mit einer Geschichte zu berühren, die zu jeder Zeit große Relevanz hat. Meiner Ansicht nach muss man jeden Text –...

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