07.08.2018 / Inland / Seite 4

Kritiker sollen draußen bleiben

Zeremonie in Berlin: Bundesregierung lädt unerwünschte Herero und Nama nicht ein

Milan Nowak

Am 29. August soll im Französischen Dom in Berlin eine große Zeremonie stattfinden. Die Bundesregierung hat Vertreter der Völker der Herero und Nama eingeladen. Es sollen Schädel von Stammesangehörigen übergeben werden, welche von deutschen Kolonialisten ermordet worden waren. Allerdings: Vekuii Rukoro, seit 2014 Paramount Chief (Oberhäuptling) der Herero, beklagt, keine Einladung erhalten zu haben. Er sei ausgeschlossen worden, »weil ich mit meinem Namen vor Gericht gezogen bin«, sagte er Ende Juli gegenüber dpa. Auch andere, regierungsunabhängige Vertreter der Herero und Nama – wie etwa die Vorsitzende des Nama Genocide Technical Committees, Ida Hoffmann – sollen nicht erwünscht sein.

Rukoro ist einer von drei Klägern vor dem US-Bundesbezirksgericht des Southern District of New York gegen die Bundesrepublik Deutschland. In ihrer Sammelklage fordern sie Reparationen für den Genozid an Herero und Nama durch deutsche Kolonialherren zwischen 1904 und 1908 i...

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