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07.08.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Simbabwes Regime bleibt

Trotz sechs Toten nach Protesten: Versuch der Opposition, internationale Reaktion zu provozieren, scheitert. Regierung öffnet Land für Investoren

Christian Selz, Kapstadt

Wenn es eine Hoffnung auf ein erneuertes, freies Simbabwe gab, in dem das Volk seine Geschicke selbst bestimmt, dann ist sie am Samstag beerdigt worden – und zwar in Chinamhora, einem Dorf 45 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Harare. Etwa 200 Menschen, so berichtet die Nachrichtenagentur AFP, standen dort am Grab von Ishmael Kumire. Der 41jährige Obst- und Gemüseverkäufer war am Mittwoch im Zentrum von Harare erschossen worden, als die Armee mit scharfer Munition gegen randalierende Oppositionsanhänger vorging. Kumire geriet zwischen die Fronten, als er versuchte, seine Waren zu schützen. Er war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. »Ishmael war ein Straßenverkäufer, er war kein politischer Aktivist«, zitierte AFP dessen Bruder Steven Matope. Zu seiner Beerdigung kamen dann auch keine Oppositionspolitiker, sondern Straßenhändler. Sechs Menschen sind tot. Das politische Establishment des Landes hat seine Position gefestigt.

Die tödlichen Zusammenst...

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