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08.08.2018 / Feuilleton / Seite 2

»Diskussionen anstoßen und Aktionen anregen«

Globalisierungskritik auf der Leinwand: Filmfestival in Leipzig gestartet. Alternativen sollen thematisiert werden. Ein Gespräch mit Mike Nagler

Jan Greve

Seit letzter Woche läuft in Leipzig das Filmfestival »Globale«. Bis zum 22. November sollen verschiedene Streifen gezeigt werden, die die Auswirkungen von Globalisierung kritisch beleuchten. Was genau erwartet die Besucher?

Es ist ein politisches Festival. Zum einen wollen wir durch unsere Filme Diskussionen anstoßen. Es geht uns aber auch darum, Aktionen anzuregen oder schon bestehenden Initiativen eine Plattform zu geben. Unsere Filme behandeln die ganze Palette der globalisierungskritischen Themen. Es geht um Landraub – auch »Landgrabbing« genannt – in afrikanischen oder lateinamerikanischen Staaten sowie die Kämpfe indigener Bevölkerungsgruppen dagegen. Dazu werden Kriege und ihre Ursachen behandelt. Flucht und Migration ist selbstverständlich auch ein wichtiges Thema, wie auch die Abschottungspolitik der Europäischen Union. Durch viele Filme zieht sich zudem die Eigentumsfrage: Privatisierung öffentlicher Güter, wie des Gesundheitswesens, in der Ener...

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