06.08.2018 / Sport / Seite 16

Gefährder im Block

Mehr als 10.000 Fußballfans sind in der Datei »Gewalttäter Sport« gespeichert – viele wegen Lappalien.

Oliver Rast

Falscher Ort, falscher Zeitpunkt – und schon ist man erfasst: Eine Polizeikontrolle beim Stadionbesuch des Lieblingsvereins kann ausreichen, um in der Datei »Gewalttäter Sport« (DGS) registriert zu werden. Eine Praxis, die Kritik hervorruft.

Vor der FIFA-Weltmeisterschaft kam über eine Kleine Anfrage von Abgeordneten der FDP-Bundestagsfraktion heraus, dass 10.353 Personen (Stand 18. Juni) in der DGS erfasst sind. Und dass Daten von mindestens 37 gespeicherten Personen an russische Behörden weitergeleitet wurden. Mit Folgen für die Betroffenen: Verweigerung der Einreise und Entzug der Fan-ID trotz gültiger Eintrittskarte.

Die DGS gibt es seit 1994. Mitglieder der Ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren beschlossen die Datei zu schaffen, um als gewaltbereit eingestufte Fußballanhänger zentral zu erfassen. Diese Datei wird als sogenannte Verbunddatei beim Bundeskriminalamt (BKA) geführt und von der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS...

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