04.08.2018 / Inland / Seite 8

»Atomare Waffen sind kein historisches Relikt«

Gedenken an Zerstörung von Hiroshima: Kundgebung am Sonnabend in Frankfurt am Main. Gespräch mit Willi van Ooyen

Jan Greve

Seit geraumer Zeit spitzen sich Krisen und Kriege weltweit zu: Die extreme Rechte gewinnt in vielen Ländern an Zustimmung, die NATO treibt die Aufrüstungsspirale weiter an. Angesichts der bedrohlichen gegenwärtigen Lage: Warum lohnt sich der Blick auf den 6. August 1945?

Wie in den vergangenen Jahren erinnern wir an diesen Tag, an dem die japanische Großstadt Hiroshima durch den Abwurf einer US-Atombombe zerstört wurde. Bei dem Angriff starben Zehntausende durch die gewaltige Druck- und Hitzewelle, oder Jahre später aufgrund der Verstrahlung. Der Kriegszustand in der heutigen Welt ist entscheidender Grund dafür, friedenspolitische Fragen in diesem Jahr noch offensiver zu thematisieren. Atomare Waffen sind kein historisches Relikt, es braucht auch heute den Widerstand dagegen.

Atomwaffen sind nach wie vor in der Welt, auch in der Bundesrepublik. Ein Beispiel ist der Fliegerhorst im rheinland-pfälzischen Büchel. Offiziellen Angaben zufolge sind dort keine U...

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