Der Schwarze Kanal: »Barmherzige Mutti«
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04.08.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

»Rechtssicherheit wurde mit Füßen getreten«

Begrenzung des Familiennachzugs dient als Abschreckungsinstrument. Gespräch mit Michael Lukas

Interview: Markus Bernhardt

Seit 1. August wird der Familiennachzug von subsidiär schutzberechtigten Flüchtlingen auf 1.000 Personen pro Monat beschränkt. Wie bewerten Sie diese Regelung?

Die Trennung von Familien über Monate und Jahre hinweg ist eine der unmenschlichsten Regelungen der letzten Zeit. Die USA wurden scharf dafür kritisiert, dass Kinder an der mexikanischen Grenze von ihren Eltern getrennt werden. Wo aber bleibt der Aufschrei über den eingeschränkten Familiennachzug nach Deutschland? Auch hier bei uns trennen wir Familien über Jahre. Oft sind es die Frauen mit den Kindern, die in Kriegsgebieten, überfüllten Flüchtlingslagern im Libanon oder in Elendsvierteln der Türkei zurückbleiben müssen. Abgesehen davon haben sich viele Familien darauf verlassen, im Rahmen des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten nach Deutschland kommen zu können, bis diese Möglichkeit im März 2016 von heute auf morgen für zwei Jahre ausgesetzt wurde. Unserer Meinung nach zeichnet sich ...

Artikel-Länge: 4100 Zeichen

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