03.08.2018 / Ausland / Seite 6

Durchmarsch für Gloria

Die philippinische Expräsidentin Macapagal-Arroyo möchte Premierministerin werden

Rainer Werning

Die vergangenen Wochen in Manila hatten es in sich. Der seit Sommer 2016 amtierende philippinische Präsident Rodrigo Duterte wollte am 23. Juli seine dritte Rede zur Lage der Nation halten. Doch daran hinderten ihn Kabalen im Repräsentantenhaus. Dessen Sprecher, Pantaleon Alvarez, wurde in einem Mehrheitsvotum kurzerhand seines Amtes enthoben und durch die von 2001 bis 2010 regierende Staatschefin Gloria Macapagal-Arroyo (kurz GMA genannt) ersetzt; eine Politikerin, die reichlich Dreck am Stecken hat. Ihre Familie hatte sich während ihrer Amtszeit schamlos bereichert.

GMA gelang es nicht nur, Duterte kurzfristig die Schau zu stehlen. Selbst die Verabschiedung des Grundgesetzes der im südlichen Landesteil neu entstehenden autonomen Region Bangsamoro, ein seit langem geplantes Vorhaben, verzögerte sich. Duterte konnte dieses erst am 26. Juli unterzeichnen. Nach jahrelangen mühseligen Verhandlungen und zwischenzeitlich schweren Rückschlägen hatten sich die ...

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