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01.08.2018 / Antifa / Seite 15

Eifrig Feindeslisten geführt

Datensammelwut von NSU bis »Nordkreuz«: Behörden informierten nur drei von 25.000 Betroffenen

Claudia Wangerin

Neonazis haben in den vergangenen Jahren Tausende Menschen auf »Feindeslisten« gesetzt. Seit 2011 fanden die Sicherheitsbehörden bei Razzien und Festnahmen in der rechten Szene immer wieder Dokumente, in denen mehr als 25.000 Personen mit Namen, Telefonnummern und Adressen als »Feinde« aufgeführt waren.

Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Die Listen stammen demnach unter anderem aus den Ermittlungen gegen den rechtsterroristischen »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU) bis Ende 2011 sowie aus den Ermittlungen gegen den terrorverdächtigen Bundeswehrsoldaten Franco Albrecht und zwei Komplizen. Außerdem wurden entsprechende Daten im Zuge der Ermittlungen gegen Mitglieder der rechten Gruppierung »Nordkreuz« im vergangenen Jahr beschlagnahmt.

Nur drei Personen wurden aber von den Bundesbehörden darüber informiert, dass sie auf der Liste stünden, und dann unter Zeugenschutz gestellt. Auch das ...

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