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01.08.2018 / Antifa / Seite 15

Die Mär vom Mord

Neofaschisten wollen am 18. August erneut zu Ehren des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß in Berlin aufmarschieren. Linke wollen das verhindern

Markus Bernhardt

Auch in diesem Jahr mobilisieren militante Neonazis nach Berlin, um den Kriegsverbrecher Rudolf Heß zu ehren. Bis heute propagiert die braune Szene die Mär von einer Ermordung des Hitler-Stellvertreters, der sich 1987 im Kriegsverbrechergefängnis Berlin-Spandau das Leben nahm.

1982 hatten die Rechtsterroristen Walter Kexel, Odfried Hepp und Peter Naumann seine gewaltsame Befreiung geplant, sich aber noch in der Vorbereitungsphase zerstritten. Fünf Jahre später wurde Heß im oberfränkischen Wunsiedel beerdigt. Mehr als 20 Jahre lang pilgerten Neonazis anlässlich des Todestages am 17. August zu seinem Grab – bis dieses im Juli 2011 aufgelöst wurde. In Abstimmung mit der Familie wurden seine Überreste eingeäschert; zu einem unbekannten Termin sollte es eine Seebestattung geben.

Zu den Organisatoren der ersten Heß-Gedenkmärsche in der »Gesinnungsgemeinschaft der Neuen Front« (GdNF) hatte neben deren Anführer Michael Kühnen auch der später als Agent des bayeris...

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