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12.12.2002 / Inland / Seite 6

Der Minister und die V-Leute

Brandenburg:V-Mann Skandal und Rücktrittsforderung an Schönbohm

Ulla Jelpke

Am Montag dieser Woche wurde erneut ein V-Mann des Brandenburger Verfassungsschutzes wegen Waffengeschäften vom Amtsgericht Potsdam zu einer Geldstrafe von 1800 Euro verurteilt. Um sich vor Racheaktionen seiner Kameraden, die er jahrelang als Landesvorstandsmitglied der NPD bespitzelt hatte, zu schützen, erschien Carsten Szczepanski mit schwarzgelockter Perücke und Sonnenbrille. Die Nazis hatten zwar mobilisiert aus Berlin und Brandenburg, aber es blieb ruhig.

Schon im Sommer 2000 war der NPD-V-Mann Szczepanski vom Spiegel enttarnt worden. Das Landgericht Frankfurt/Oder hatte ihn bereits 1995 wegen versuchten Mordes an einem nigerianischen Asylbewerber zu acht Jahren Haftstrafe verurteilt. Offenbar wurde er vom Verfassungsschutz schon während der Haftzeit angeworben. Eine bekannte Anwerbemethode. Als ein Teil seiner Strafe zur Bewährung ausgesetzt wurde, begann die offizielle Zusammenarbeit mit den Schlapphüten. So ist es nicht verwunderlich, daß der ...

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