31.07.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Die Ameise wehrt sich

Südafrika droht USA wegen Zöllen mit Klage – und setzt auf Handel mit anderen BRICS-Staaten und Afrikanischer Union

Christian Selz, Kapstadt

Auch wenn es erst in der vergangenen Woche als Gastgeber des Gipfels der BRICS-Staaten im Rampenlicht stand, der Nabel der Weltwirtschaft ist Südafrika sicherlich nicht. In den globalen Handelsstreit, den US-Präsident Donald Trump in den vergangenen Monaten angezettelt hatte, ist der 55-Millionen-Einwohner-Staat an der Südspitze Afrikas dennoch bereits verwickelt.

Obwohl es nicht »Kriegspartei« sei, erleide sein Land »Kollateralschäden«, erklärte Handelsminister Robert Davies am vergangenen Mittwoch mit Blick auf das Weiße Haus. Der Südafrikaner sprach im Rahmen einer Pressekonferenz anlässlich des zehnten jährlichen Treffen der Staats- und Regierungschefs der fünf BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, das von Mittwoch bis Freitag in Johannesburg stattfand. Und Davies nutzte die globale Aufmerksamkeit auch gleich, um wegen der geplanten US-Strafzölle auf Automobilimporte eine Klage anzudrohen.

»Wenn Elefanten kämpfen, werden die ...

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