30.07.2018 / Inland / Seite 5

Standortvorteil Geldwäsche

Boomender Immobilienmarkt in der BRD besonders attraktiv für Geschäfte von Mafiosi, Oligarchen und anderen Finanzinvestoren

Gerrit Hoekman

Das Immobiliengeschäft boomt. Besonders in der Bundesrepublik. Das lockt nicht nur aggressive Hedgefonds an, sondern auch andere zwielichtige Investoren, die durch den Kauf und Verkauf von Häusern im großen Stil kriminell erworbenes Geld waschen wollen. »Wenn ich Mafioso wäre, würde ich in Deutschland investieren«, sagte der Oberstaatsanwalt von Palermo, Roberto Scarpinato, unlängst sarkastisch.

2016 wechselten laut dem »Nachrichtensender« N-TV in Deutschland Gebäude im Wert von 237,5 Millionen Euro den Besitzer. »Beim Immobiliensektor handelt es sich aufgrund der dort vorhandenen hohen Transaktionsvolumina um einen Sektor mit herausgehobenem Risiko«, steht in der Antwort der Bundesregierung von Mitte Juni auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen, die am Freitag veröffentlicht wurde.

»Die in diesem Bereich regelmäßig vorhandene Wertstabilität eröffnet die Möglichkeit, insbesondere hohe Bargeldsummen zu plazieren«, heißt es...

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