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30.07.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

EU enttäuscht, offener Bruch bleibt aus

Unternehmen haben sich aus Iran-Geschäft zurückgezogen, Verhandlungen kommen nicht voran

Knut Mellenthin

Nur noch eine Woche bleibt, bis am 6. August viele der US-amerikanischen Sanktionen gegen den Iran wieder angewandt werden sollen. Die nächste dieser Eskalationsstufen soll am 4. November zünden: Die US-Administration hat alle Käufer iranischen Erdöls aufgefordert, bis dahin ihre Importe auf Null zu reduzieren. »Nach Möglichkeit«, wie es aus Washington heißt. Ein nicht genau definierter Spielraum bleibt. Denn wenn die Welt dem US-amerikanischen Kommando vollständig folgen würde, entstünde auf dem ohnehin schon etwas unterversorgten globalen Ölmarkt ein zusätzliches Defizit von mehr als zwei Millionen Barrel pro Tag. Saudi-Arabien allein könnte eine Lücke dieser Größenordnung wahrscheinlich nicht füllen. Die Saudis würden außerdem die gerade erst gewonnene, sehr verletzliche Handlungseinheit der Gemeinschaft erdölproduzierenden Länder (OPEC) und ihrer Partner wie Russland aufs Spiel setzen, wenn sie ihre Förderung so stark steigern würden.

Seit Donald Trum...

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