28.07.2018 / Ausland / Seite 7

Gute Gründe für Protest

Demonstrationen im Irak richten sich vor allem gegen die Folgen der US-Besatzung

Karin Leukefeld

In der vergangenen Woche haben nur noch vereinzelt Demonstrationen im Irak stattgefunden. So gingen am Mittwoch in der Provinz Dhi Kar Hunderte Menschen auf die Straße, um die Absetzung des Gouverneurs zu fordern. Die Protestbewegung ist die Folge der völkerrechtswidrigen Intervention der USA, Großbritanniens und einer »Koalition der Willigen«, die 2003 die politischen, administrativen und gesellschaftlichen Grundlagen des Iraks zerstörte. 2008 sicherte sich Washington mit zwei Abkommen weitreichenden Einfluss in Bagdad; die staatliche Souveränität des Iraks ist bis heute deutlich eingeschränkt. Hinzu kamen religiöse Spaltungen, ermöglicht durch eine sektiererische Verfassung, die das Land 2004/2005 in einen blutigen Bürgerkrieg führten.

Dabei hatte der Irak schon vor der Invasion 2003 genügend Probleme. Der achtjährige Krieg mit dem Iran (1980–1988) zählt ebenso dazu wie verschiedene Kriege gegen die USA und deren Alliierte (1991, 1998, 2003), die dem La...

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