27.07.2018 / Feminismus / Seite 15

»Leuchtender Stern im Dunkel des Ghettos«

Von den Nazis ermordet: Die Bauhaus-Künstlerin Friedl Dicker-Brandeis, geboren vor 120 Jahren

Christiana Puschak

Walter Gropius, Leiter und Begründer des Bauhauses in Weimar, lobte in einem Empfehlungsschreiben, um das Friederike Dicker ihn gebeten hatte, ihre »seltene und außerordentliche künstlerische Begabung«, ihre Vielseitigkeit und »große Energie«. Ihre Arbeiten gehörten »zu den allerbesten des Institutes«. Wer war die so Gelobte? Geboren wurde Friederike Dicker am 30. Juli 1898 in Wien. Sie war das einzige Kind des Papierwarenhändlers Simon Dicker und seiner Frau Karoline. Sie war erst vier Jahre alt, als ihre Mutter starb. Im Papierwarengeschäft des Vaters verbrachte »Friedl« viel Zeit. Dort fand sie alles, was sie brauchte: Ton zum Formen, Stifte und Papier zum Malen. Von 1912 bis 1914 absolvierte sie in Wien eine Lehre in Fotografie und Reproduktionstechnik. Anschließend besuchte sie die Textilklasse der Kunstgewerbeschule Wien bei Franz Cizek. Das Geld fürs Studium verdiente sie sich am Theater: Sie besorgte Requisiten, entwarf Kostüme, stand sogar auf de...

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