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27.07.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 2

»Es geht nicht nur um höhere Löhne«

Bei der Fluggesellschaft Ryanair wird für Tarifverträge gestreikt. Vielleicht auch bald in der Bundesrepublik. Ein Gespräch mit Janis Schmitt

Susanne Knütter

In Irland, Portugal, Spanien und Belgien streikten in dieser Woche die Piloten und das Kabinenpersonal von Ryanair. Was wollen sie erreichen?

Generell wird für Tarifverträge gestreikt, die es bei Ryanair bislang nicht gibt. In Deutschland gibt es zum Beispiel nur Individualverträge. Einige Mitarbeiter sind festangestellt, sehr viele weitere arbeiten wiederum nach dem »Contractor-Modell«, das heißt, dass sie nicht direkt bei Ryanair angestellt sind. Die Pilotinnen und Piloten sowie die Kabinenbesatzungen sind mit dieser Situation nicht zufrieden. Man schenkt ihnen kein Gehör. Deswegen formiert sich in den genannten Ländern Widerstand, aber auch in Griechenland, Italien, Großbritannien und Deutschland.

Das »Contractor-Modell« klingt nach Leiharbeit …

Ryanair bietet das als »Service« an. Piloten werden nicht von der eigentlichen Fluggesellschaft eingestellt, sondern sie werden bei verschiedenen Firmen beschäftigt und über diese vermittelt. De facto sind sie ...

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