26.07.2018 / Thema / Seite 12

»Bekämpft die Armut, nicht die Armen«

Die jüngst gestartete Bewegung gegen die Ungleichheit in den USA hat in Martin Luther Kings »Poor People’s Campaign« ein berühmtes Vorbild

Jürgen Heiser

In den USA bringt in diesem Jahr eine neugeschaffene »Kampagne der Armen« die Tatsache wachsender Armut in einem der reichsten Länder der Welt ins Bewusstsein. Zehntausende Menschen gingen auf die Straße, für die US-Präsident Donald Trumps Parole »Make America Great Again« Hohn und Drohung zugleich ist. Die Verfasser eines kürzlich von den Vereinten Nationen veröffentlichten Berichts kommen zu dem Schluss, die »Armen zu bestrafen und einzusperren«, sei »die typisch amerikanische Antwort auf Armut im 21. Jahrhundert«. Die heutige »Kampagne der Armen« setzt fort, was die schwarze Bürgerrechtsbewegung 1968 nicht vollenden konnte, weil ihr entschlossener Anführer, der Baptistenpfarrer Martin Luther King jr., einen Tag vor Beginn der Aktionen des zivilen Ungehorsams der historischen »Poor People’s Campaign« ermordet wurde.

Als der Bürgerrechtler Martin Luther King am 4. April 1968 in Memphis (Tennessee) auf dem Balkon des »Lorraine«-Motels von einem angebliche...

Artikel-Länge: 20637 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe