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25.07.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Staatliche Aufsicht

Französische Behörden wussten von Zahlungen des Zementriesen Lafarge an den »Islamischen Staat«

Hansgeorg Hermann

Der in Frankreich wegen »Verbrechen gegen die Menschheit« angeklagte französisch-schweizerische Zementhersteller Lafarge-Holcim (jW berichtete) hat seine Geschäfte mit der Terrororganisation »Islamischer Staat« (IS) offenbar jahrelang unter den Augen der Geheimdienste abgewickelt. Pariser Tageszeitungen berichteten in den vergangenen Tagen, dass der weltgrößte Hersteller von Baustoffen nur wenige Wochen vor den schweren Attentaten, die am 13. November 2015 in der französischen Hauptstadt 150 meist junge Menschen das Leben kosteten, mit Schmiergeldern in Millionenhöhe den Betrieb seines Zementwerks im nordsyrischen Dschalabija gesichert hatte. Den Wert der Fabrik in der Wüste, die Ende des Jahres 2014 in die Hände der Dschihadisten gefallen war, hatten Experten des Konzerns damals auf rund 25 Millionen US-Dollar geschätzt.

Die Hauptstadtmedien fragten in den vergangenen Tagen, »bis zu welchem Punkt staatliche Instanzen, insbesondere die französischen Gehei...

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